06.07.2015
Straßburg in acht Lektionen

Une journée à Strasbourg – qu’est-ce qu’on a appris?
On a beaucoup appris

– ja, wir haben viel gelernt an diesem wunderschönen 1. Juli 2015.

Den kompletten Artikel mit allen Bildern –> hier

Mit elf Kindern der Französisch-AG und einer Lehrerin ging es an diesem Tag nach Straßburg. Treffpunkt war um 8.15 Uhr der Bahnhof Leonberg.

Erste Lektion:
Passkontrolle.
Jeder sollte einen Reisepass oder Personalausweis mitbringen, schließlich führte
uns die Reise über die Grenze. 6 Kinder kamen jedoch ohne ein Dokument. Panik brach aus, doch zum Glück konnten die Pässe noch besorgt werden, auch wenn eine Mutter ihr Kind dann nach Karlsruhe hinterherfahren musste.
Was lernen wir daraus?
On apprend: Bei Reisen ins Ausland Reisepass oder Personalausweis nicht vergessen! Um zehn fuhr unser Zug von Stuttgart nach Karlsruhe. In Karlsruhe hatten wir dann eine Stunde Aufenthalt, in der wir unsere Nachzüglerin mit Pass empfangen konnten.

Zweite Lektion:Interviewführung.
In Karlsruhe wurden einige von einer Journalistin des SWR-Radiofunks zum Thema „Schnaken“ interviewt.

Was lernen wir daraus?
On apprend: Sei jederzeit bereit zu erzählen: Deine Worte könnten im Radio
gesendet werden!

Der nächste Zug brachte uns von Karlsruhe nach Offenburg. Es folgte noch ein kleiner Zug von Offenburg nach Straßburg und um 13 Uhr waren wir dann endlich am Ziel.
Dritte Lektion: die französische Sprache.
Die Menschen sprachen Französisch, die Schilder waren auf Französisch, sogar die Tauben gurrten auf Französisch oder sahen zumindest dicker aus als die deutschen.
Was lernen wir daraus?
On apprend: Das Jahr Französisch-AG war nicht umsonst, denn wir können auf
Französisch schon Einiges lesen und verstehen.

Unser erstes Ziel war das Vaisseau, ein Wissenschaftsmuseum für Kinder.
Eine Tram (Straßenbahn) brachte uns hin. Wir hatten sehr viel Spaß, besonders in einem stockdunklen Labyrinth. Da gab es einige Schreie…
Vierte Lektion: Typveränderung.
Frau Servatius änderte ihre Frisur, aber nur auf dem Bildschirm. Das sah so aus:
Glücklicherweise blieb sie bei ihrer alten Frisur.

Was lernen wir daraus?
On apprend: Sei offen für Veränderungen!

Jetzt hatten wir aber Hunger. Ein elendig lang erscheinender Fußmarsch entlang des Kanals führte uns bei sengender Hitze in die wunderschöne Altstadt von Straßburg. Statt Flammkuchen wählten wir ausnahmsweise Döner. Der war tatsächlich besonders lecker!
Anschließend ging es zum Kanal: Wir machten eine Schifffahrt durch die Altstadt von Straßburg und lernten über Kopfhörer – diesmal ausnahmsweise auf deutsch – ganz viel über diese einerseits geschichtsträchtige, andererseits moderne Stadt mit all ihren europäischen Institutionen.
Fünfte Lektion: Rechnen mit Minuten. Die Schifffahrt sollte nach Ankündigung 50 Minuten dauern, wir kamen aber erst nach einer Stunde und 10 Minuten wieder am Steg an.
Was lernen wir daraus?
On apprend: Traue nie den französischen Zeitangaben, sie könnten untertrieben sein! Das hatte leider zur Folge, dass wir trotz eines erneuten Fußmarsches quer durch die Stadt mit Servatius’schem Höchsttempo den Bahnhof fünf Minuten zu spät erreichten, so dass unser Zug, den wir ursprünglich nehmen wollten, schon
losgefahren war. Wir nahmen einfach den nächsten und waren trotzdem guter Dinge.
Sechste Lektion: Geeignetes Schuhwerk.
Unsere Füße schmerzten.
Was lernen wir daraus?
On apprend: Nimm für Ausflüge bequeme Schuhe mit!
Die Rückfahrt hatte dieselben Umsteigestationen: Offenburg, Karlsruhe, Stuttgart.
Siebte Lektion: Freundlichkeit.
Eine nicht besonders freundliche Zugticketkontolleurin machte uns darauf
aufmerksam, dass unser Fahrticket eigentlich nur für den Zug davor gültig sei.
Frau Servatius fürchtete schon, dass sie nun für 12 Personen nachzahlen müsste.
Aber sie entgegnete der schlecht gelaunten Frau des Zugpersonals mit freundlicher Stimme und einem Lächeln: „Es war nicht die Schuld der Bahn, sondern die des Schiffunternehmens in Straßburg. Können wir vielleicht trotzdem in diesem Zug bleiben?“. Die Dame bejahte. „Und was machen wir im nächsten Zug? Vielleicht sind nicht alle Schaffner so freundlich wie Sie.“ Die Dame stellte uns ein Ersatzticket aus.
Was lernen wir daraus?
On apprend: Auch schlecht gelaunten Menschen treten wir mit Freundlichkeit
gegenüber. Ihre Laune kann sich ändern!
Am Stuttgarter Hauptbahnhof baten wir eine Frau, ein Gruppenfoto zu machen.
Hier seht ihr unsere müden, aber glücklichen Gesichter nach diesem unvergesslichen Tag:

Um viertel vor zehn kamen wir erschöpft in Straßburg an.
Achte Lektion: Schulkarriere.
Was lernen wir aus diesem Tag?
On apprend: StraßbourgtWähle Französisch – es lohnt sich !!!

 

 

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