ALLGEMEINE INFORMATION

In unserem dynamischen Bildungs- und Beschäftigungssystem entstehen fast täglich neue Ausbildungsgänge, Studienangebote und Berufsfelder. Der Zuwachs an Entscheidungsmöglichkeiten einerseits stellt deswegen auch erhöhte Anforderungen an die Orientierungs- und Entscheidungskompetenz junger Menschen andererseits. Aus diesem Grund bedürfen Schülerinnen und Schüler heute einer intensiveren Unterstützung.

Hier einige aktuelle Informationen zu der Berufsorientierung an der ALS: Berufsorientierung

Diese Unterstützung besteht an der ALS aus mehreren Bausteinen:

Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit:

bietet vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten an. Die Berufsberatung begleitet Schülerinnen und Schüler der ALS im Berufsorientierungsprozess, informiert über betriebliche und schulische Ausbildungen und beantwortet Fragen zur Berufswahl und zu weiterführenden Schulen. Die Schülerinnen und Schüler besuchen gemeinsam mit der Berufsberatung das Berufsinformationszentrum (BIZ) und können sich vor Ort über das umfangreiche Medienangebot informieren. Die Agentur für Arbeit bietet individuelle Beratungen an, bei der berufliche Interessen, individuelle Stärken und persönliche Fähigkeiten im Vordergrund stehen. Darüber hinaus vermittelt die Berufsberatung betriebliche Ausbildungsstellen und unterstützt bei der Suche nach schulischen Ausbildungsmöglichkeiten. Die Beratungsgespräche finden zweimal im Jahr an der Schule für alle Schülerinnen und Schüler statt.

Die Berufsberatung bietet für Schülerinnen und Schüler:

  • Informationen zu allen Themen der Berufswahl und weiterführenden Schulen
  • eine ausführliche und individuelle Beratung
  • Vermittlung von Ausbildungsstellen

Berufsberaterin Jennifer Krümpelmann

jennifer.krümpelmann@arbeitsagentur.de

Hier geht es zum Anmeldebogen

Berufseinstiegsbegleitung (BerEb)

Die Berufseinstiegsbegleiter unterstützen eine begrenzte Anzahl von Schülerinnen und Schüler beim Erreichen des Schulabschlusses, im Bewerbungsprozess und bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Außerdem begleiten und stabilisieren sie die Schülerinnen und Schüler während des ersten Ausbildungsjahres. Die Auswahl der Schülerinnen und Schüler erfolgt gemeinsam mit der Berufsberatung und den zuständigen Lehrerinnen und Lehrern.

Praktikumsprogramm

Im zweiten Schulhalbjahr der Jahrgangsstufe 8 finden ein zweiwöchiges Blockpraktikum und in der Jahrgangsstufe 9 ein einwöchiges Praktikum statt. Die Schülerinnen und Schüler erleben während der Praktika die Anforderungen der Arbeitswelt unter realen Bedingungen, sodass eine praxisnahe Berufsorientierung und Berufswahl ermöglicht wird. Fachliche und überfachliche Kompetenzvermittlung wird durch die Arbeitswelt erweitert und eine Verknüpfung von Lernen im Betrieb und in der Schule erreicht. Zudem unterstützt das Lernen und Arbeiten in der Praxis die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler.
Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 und 9 bringen bei der Wahl der Betriebe/Einrichtungen für die Berufspraktika selbstständig Vorschläge ein und übernehmen eigenverantwortlich Bewerbung und Vorstellung bei den Firmen. Die Datenbank der ALS kann dabei als Ideengeber und Informationsquelle über Praktika vorheriger Jahrgänge genutzt werden, dabei werden sie von den Lehrkräften unterstützt.

Ein Bewerbungsschreiben und ein persönliches Vorstellungsgespräch stellen den Kontakt von Schülerinnen und Schülern mit den Betrieben her.
Im Vorfeld definiert der Betrieb gemeinsam mit der betreuenden Lehrkraft den Lern- und Arbeitsauftrag für die Schülerinnen und Schüler. Während der Durchführung finden dann regelmäßige Besuche durch die betreuende Lehrkraft statt.
Im Anschluss an jeden Praktikumsblock erhalten die Schülerinnen und Schüler Rückmeldungen über ihre Leistungen im Praktikum durch Betrieb und Schule.
Die Erfahrungen zeigen, dass sich die allgemeine Motivation der Schülerinnen und Schüler durch die Praktika in berufspraktischen Situationen erhöht. Dies wird in der Vor- und Nachbereitungsphase an der Schule genutzt. Die Inhalte der Praktika werden mit den Schülern aufgearbeitet, dokumentiert und anderen Klassen im Rahmen eines „Marktes der Möglichkeiten“ präsentiert.
Ein weiterer Vorteil des Praktikumsprogramms ist, dass Praktikumsbetriebe Schülerinnen und Schüler über einen längeren Zeitraum in ihrer Gesamtpersönlichkeit und mit ihren individuellen Stärken kennen lernen. So entstehen persönliche Kontakte zwischen potenziellen Auszubildenden und Ausbildungsbetrieben.

Freiwillige Praktika in den Ferien, aber auch während der Schulzeit, wie z.B. die „Let’s Benz“-Bewerberwoche der Daimler-AG, können von Schülerinnen und Schülern aller Klassenstufe jederzeit angemeldet werden. Diese werden, wie Berufsschulbesuche und Betriebsbesuche, in Eigeninitiative von den Lehrkräften und der Schulleitung unterstützt.

–> Infobriefe & Rückmeldebögen

Unterrichtsmodule und Verankerung im Bildungsplan

Die berufliche Orientierung ist eine der Leitperspektiven des neuen Bildungsplans 2016 und findet damit Eingang in alle Unterrichtsfächer, besonders in das Fach Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung (WBS). Dadurch erfährt Berufliche Orientierung von Jugendlichen eine deutlich gesteigerte Wertstellung an allen Schulen. Die bereits in Klassenstufe 5 einsetzende verbindliche und individuelle BO unterstützt die Schülerinnen und Schülern eine qualifizierte Entscheidung im Übergang in Ausbildung, Studium und Beruf treffen zu können. Die Berufliche Orientierung an Schulen umfasst sowohl Maßnahmen der Ausbildungsorientierung als auch der Studienorientierung.

Im Fach WBS (Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung) werden die Schülerinnen und Schüler auf die Praktika vorbereitet, aber auch andere Themen zur Berufsorientierung werden behandelt. Fähigkeiten und Interessen, Frauen- und Männerberufe, Berufswege in Baden-Württemberg, der Ausbildungsvertrag, aber auch Berufe im Wandel sind Inhalte im Fach WBS, um nur einige zu nennen.
Darüber hinaus werden besonders im Fach Deutsch das Schreiben von Bewerbungen und Lebensläufen in entsprechenden Bewerbungssituationen trainiert. Auch in Englisch behandeln viele Themen und Inhalte die Berufswahl. Durch den hohen Praxisanteil bietet vor allem die Fächer Technik oder Alltagskultur, Ernährung, Soziales viele Module zur Vertiefung.

Projekte zur Berufswahl

Die Bausteine werden durch eine Vielzahl von kleineren Projekten in allen Jahrgangsstufen begleitet. Ein Überblick:
Die SchülerInnen der Klasse 8 besuchen jedes Jahr das Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit in Stuttgart und informieren sich dort über mögliche Ausbildungsberufe.

Ebenfalls in Klasse 8 wird ein Soft skills-Training durch die Firma Granzow GmbH angeboten.

Die Ausbildungsplatzbörsen in Leonberg und Umgebung werden regelmäßig von den Abschlussklassen besucht.
Zu unterschiedlichen Anlässen finden für die Schülerinnen Betriebsbesichtigungen statt. In den letzten Jahren wurden hier insbesondere die Unternehmen LEWA und Granzow GmbH, Alten- und Pflegeheime, Kindertageseinrichtungen und das Amber Hotel besucht.

In Klasse 10 haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit im Beruflichen Schulzentrum Leonberg zu hospitieren.

Die Schülerfirmen

Die SMV der August – Lämmle Schule bietet einen Merchandise-Vertrieb an. Durch die praktische Arbeit in den Schülerfirmen gewinnen die Schülerinnen und Schüler Grundkenntnisse über wirtschaftliche Zusammenhänge und Abläufe. Durch die Erfahrung bei der Organisation einer Firma und das konkrete Handeln bei der Produktherstellung, der Zusammenstellung der Warenpalette, der Preiskalkulation und nicht zuletzt der Beobachtung der Marktentwicklung lernen die Schülerinnen und Schüler die Grundlagen der Wirtschaft kennen. Die Wechselwirkung zwischen theoretischem und praktischem Handeln führt zum leichteren Erlernen und längeren Behalten von wirtschaftlichen Lerninhalten. Des Weiteren werden die ökonomische Handlungskompetenz gestärkt und Schlüsselqualifikationen wie Teamarbeit, Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Eigenverantwortung gefördert.

Kreisseniorenrat

Seit dem Schuljahr 2014/15 führt der Kreisseniorenrat einmal jährlich für die Klassen 9 und 10 ein Bewerbungstraining durch. Im Einzelgespräch mit einem Coach werden die Bewerbungsunterlagen gesichtet und besprochen und anschließend anhand dieser Unterlagen ein Bewerbungsgespräch unter realen Bedingungen durchgeführt. Ein individuelles Feedback-Gespräch beschließt das Training.

Bildungspartnerschaften

Die Firma LEWA GmbH und die August-Lämmle-Schule verbindet seit über 30 Jahren eine verlässliche Kooperation. Im Dezember 2010 wurde eine offizielle Bildungspartnerschaft zwischen beiden Partnern unterzeichnet, mit genauen Anforderungen und Standards, festen Ansprechpartnern und der Zusage, dass es sich um eine auf Dauer angelegte Kooperation handelt. Folgende Kooperationsmaßnahmen wurden vereinbart:

  • Betriebsführung, Betriebserkundung, Betriebsbesichtigung, Berufsfelderkundung
  • Vertiefende Schülerpraktika (Block- und Tagespraktika, Ferienpraktika)
  • Berufspräsentation, Berufskundetraining
  • Bewerbertraining, Auswahlverfahren, Eignungstest
  • Lehrerpraktika, Lehrerschulung
  • Gemeinsame Lerneinheiten in Grund- und Werkrealschule

Im Juli 2016 wurde unsere zweite Bildungspartnerschaft mit der Firma GRANZOW GmbH & Co. KG unterzeichnet. Diese sieht u.a. vor, dass Schülerinnen und Schüler der ALS Praktika in der Firma machen können und ein jährliches “Soft skills-Training” in den höheren Klassen.

Berufekompass

Die Arbeit mit dem Berufswahlpass hilft den Schülerinnen und Schüler, den Weg in deine berufliche Zukunft erfolgreich zu gehen.

Für den weiteren Bildungsweg ist es notwendig, dass Stärken, Fähigkeiten, Interessen und körperliche Leistungsfähigkeit erkannt werden.
Der Berufekompass soll dabei unterstützen. Mit seiner Hilfe dokumentiert man, welche Schritte schon unternommen wurden und was noch getan werden kann, um sich sicher und erfolgreich für einen Berufsweg zu entscheiden. Die Materialien im Pass können Grundlage für Gespräche zum Beispiel mit Eltern, der Berufsberaterin, Lehrkräften und anderen Fachleuten sein.

X