Klassenrat

… findet in einem regelmäßigen Turnus statt.

Was ist das?
Wer hat hier Klassenrat?

Der Klassenrat gehört bereits seit vielen Jahren zu unserem Schulprofil.

Was einmal nur für die WerkrealschülerInnen gedacht war, hat sich zwischenzeitlich auch in der Grundschule etabliert. Die Jungen und Mädchen erfahren bereits ab dem 2. Schuljahr, dass Streitigkeiten und Konflikte nicht mit den Fäusten und den Füßen oder mit Ausdrücken gelöst werden müssen, sondern im Klassenrat auf friedliche Weise geklärt werden können.

Aber nicht nur Streitigkeiten und Konflikte werden geklärt und gelöst, sondern auch Hilfestellung gegeben bei Fragen des täglichen Schullebens. So greift die Vermittlerin sich immer wiederholende Themen auf und erarbeitet mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam Wege und Möglichkeiten, z. B. “Was können wir in der Pause spielen?”; “Freundschaft”; “Junge und Mädchen”; “Ausdrücke und Beleidigungen”; “Wie können wir uns wieder vertragen?”; “Wie kann ich mit meiner Wut im Bauch umgehen?”; “Ich habe Schwierigkeiten mit ….”; um nur einige Beispiele zu nennen. Bei Themen, die die ganze Klasse betreffen, erarbeiten die Schülerinnen und Schüler Verhaltensweisen, die ihnen den Umgang mit dem Problem erleichtern sollen. Oftmals legt die Klassengemeinschaft fest, was sie besprechen will. Besonders in der Hauptschule über die Schülerinnen und Schüler demokratische Mitsprache ein und gestalten hiermit das aktive Leben in der Klassengemeinschaft.

So wird gearbeitet:

Im Grundschulbereich kommt eine Mediatorin vierzehntägig zu den Kindern in den Unterricht. Sie ist Vermittlerin zwischen den Streitparteien. Manchmal gibt es aber auch eine Vermittlung zwischen Klassenlehrerin und Kindern oder Kindern und Klassenlehrerin. Jeder, der beteiligt ist, soll sich nach der Konfliktregelung so fühlen, dass er mit der Klärung leben kann.

Die Kinder, bzw. die Klasse hat ein “Klassenratsbuch”. Dort kann sich jeder eintragen, der einen Konflikt oder ein Anliegen hat. Kinder und Klassenleitung sind gleichberechtigt. Wichtig ist es, dass sich jeder an die vereinbarte Schweigepflicht hält und das Gesagte im “geschützten Raum” des Klassenzimmers bleibt.

Wir alle lernen “das Leben leben” und erwerben hierbei soziale Kompetenz, erweitern unsere Konfliktfähigkeit, entwickeln eigene Empathiefähigkeit und üben so demokratisches Handeln schrittweise ein. Die Kinder und Jugendlichen wissen, dass sie mit ihrer Not gehört werden und dass sie selbst etwas dazu beitragen können und müssen, wenn sie eine Veränderung haben wollen.

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Verantwortlich: Werner Zereg und Barbara Pecher