Berufsorientierung

In unserem dynamischen Bildungs- und Beschäftigungssystem entstehen fast täglich neue Ausbildungsgänge, Studienangebote und Berufsfelder. Der Zuwachs an Entscheidungsmöglichkeiten einerseits stellt deswegen auch erhöhte Anforderungen an die Orientierungs- und Entscheidungskompetenz junger Menschen andererseits. Aus diesem Grund bedürfen Schüler/innen heute einer intensiveren Unterstützung.

Hier einige aktuelle Informationen zu der Berufsorientierung an der ALS: Berufsorientierung

Diese Unterstützung besteht an der ALS aus mehreren Bausteinen:

Berufswahlkreisel neu BILD

1. Soziales Lernen

2. Patenprogramm

Durch das Patenprogramm an der August-Lämmle-Schule erfahren Schülerinnen und Schüler eine individuelle Betreuung durch ehrenamtliche Paten auf freiwilliger Basis (für alle Beteiligten). Hierbei wird gezielt auf die Persönlichkeitsfindung und –entwicklung geachtet und versucht, die Potenziale für Schule und Beruf optimal zu nutzen. Erreicht werden soll dies durch die Schaffung und Nutzung eines erweiterten Netzwerkes außerhalb der Schule und die Einbeziehung der Eltern.
Die Jugendlichen werden ins Erwachsenen- und Berufsleben begleitet, indem die Paten:

Momentan engagieren sich 17 ehrenamtliche Paten und unterstützen dadurch 19 Schülerinnen und Schüler in Patenschaften.
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3. VBO – vertiefte Berufsorientierung

Das Projekt der vertieften Berufsorientierung verfolgt das Ziel Interessen, Stärken und Perspektiven von Schülerinnen und Schülern in der Klassenstufe 8 herauszuarbeiten und sie an berufliche Inhalte heranzuführen. Die Schülerinnen und Schüler werden motiviert, sich frühzeitig aktiv um berufliche Perspektiven zu kümmern. Für Jugendliche ist es schwer, sich in der Fülle der Angebote und Berufsfelder zu orientieren und Entscheidungen zu treffen. Nur passende Berufsentscheidungen veranlassen Schülerinnen und Schülern die notwendige Motivation und das Durchhaltevermögen aufzubringen, dem Ausbildungsmarkt stand zu halten.
Nachfolgende Kernelemente stellen wesentliche Bausteine der vertieften Berufsorientierung dar:

Durchgeführt wird dieses Projekt in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Böblingen und der Agentur für Arbeit.
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4. Praktikumsprogramm

Im zweiten Schulhalbjahr der Jahrgangsstufe 8 findet ein zweiwöchiges Blockpraktikum und in den beiden Schulhalbjahren der Jahrgangsstufe 9 zwei Blöcke Tagespraktika statt. Hierbei sind die Schülerinnen und Schüler verbindlich einem Betrieb zugeordnet und wechseln nach jedem Praktikumsblock um so eine Vielfalt von Erfahrungen zu sammeln.
Die Schülerinnen und Schüler erleben während den Praktika die Anforderungen der Arbeitswelt unter realen Bedingungen, sodass eine praxisnahe Berufsorientierung und Berufswahl ermöglicht wird. Fachliche und überfachliche Kompetenzvermittlung wird durch die Arbeitswelt erweitert und eine Verknüpfung von Lernen im Betrieb und in der Schule erreicht. Außerdem unterstützt das Lernen und Arbeiten in der Praxis die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler.
Durch ein mit den Schülerinnen und Schülern durchgeführtes Matchingverfahren, werden geeignete Betriebe ausgewählt. Ein Bewerbungsschreiben und ein persönliches Vorstellungsgespräch stellen den Kontakt von Schülerinnen und Schülern mit den Betrieben her.
Im Vorfeld definiert der Betrieb gemeinsam mit der betreuenden Lehrkraft den Lern- und Arbeitsauftrag für die Schülerinnen und Schüler. Während der Durchführung finden dann regelmäßige Besuche durch die betreuende Lehrkraft statt.
Im Anschluss an jeden Praktikumsblock erhalten die Schülerinnen und Schüler Rückmeldungen über ihre Leistungen im Praktikum durch Betrieb und Schule.
Die Erfahrungen zeigen, dass sich die allgemeine Motivation der Schülerinnen und Schüler durch die Praktika in berufspraktischen Situationen erhöht. Dies wird in der Vor- und Nachbereitungsphase an der Schule genutzt. Die Inhalte der Praktika werden mit den Schülern aufgearbeitet, dokumentiert und präsentiert.
Ein weiterer Vorteil des Praktikumsprogramms ist, dass Praktikumsbetriebe Schülerinnen und Schüler über einen längeren Zeitraum in ihrer Gesamtpersönlichkeit und mit ihren individuellen Stärken kennen lernen. So entstehen persönliche Kontakte zwischen potenziellen Auszubildenden und Ausbildungsbetrieben.
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5. Unterrichtsmodule

Insbesondere in Klasse 8 ist die Berufswahlorientierung Teil des Bildungsplans und setzt sich dann bis zum Hauptschul- bzw. Werkrealschulabschluss fort.
Im Fach Deutsch wird das Schreiben von Bewerbungen und Lebensläufen in entsprechenden Bewerbungssituationen trainiert. Im Fach Englisch behandeln viele Themen und Inhalte die Berufswahl. Darüber hinaus bietet das Fach Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit vor allem durch den hohen Praxisanteil viele Module zur Vertiefung.

6. Schülerfirma und Projekte zur Berufswahl

Die Bausteine werden durch eine Vielzahl von kleineren Projekten in allen Jahrgangsstufen begleitet. Ein Überblick:
Die SchülerInnen der Klasse 8 besuchen jedes Jahr das Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit in Stuttgart und informieren sich dort über mögliche Ausbildungsberufe.
Die Ausbildungsplatzbörsen in Leonberg und Umgebung werden regelmäßig von den Abschlussklassen besucht.
Zu unterschiedlichen Anlässen finden für die SchüleIinnen Betriebsbesichtigungen statt. In den letzten Jahren wurden hier insbesondere die Unternehmen Lewa, Karstadt, Hofmeister und Zachert besucht.
Für die Jahrgangstufe 8 findet im Rahmen des Fachs Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit ein Kooperationsunterricht mit der Firma Lewa statt. Hierbei wird eine Unterrichtseinheit in die Lewa Ausbildungswerkstatt verlagert und die SchülerInnen lernen von Auszubildenden in einer praxisnahen Umgebung.

7. Bildungspartnerschaft

Die Firma LEWA GmbH und die August-Lämmle-Schule verbindet seit über 30 Jahren eine verlässliche Kooperation. Im Dezember 2010 wurde eine offizielle Bildungspartnerschaft zwischen beiden Partnern unterzeichnet, mit genauen Anforderungen und Standards, festen Ansprechpartnern und der Zusage, dass es sich um eine auf Dauer angelegte Kooperation handelt. Folgende Kooperationsmaßnahmen wurden vereinbart:

Im Moment laufen gerade positive Gespräche mit weiteren Kooperationspartnern aus den Bereichen Handel und Gesundheitswesen über den Abschluss von Bildungspartnerschaften.