23.11.2019
Weg der Erinnerung

Am 21.11.2019 sind wir, die Klasse 10a gemeinsam mit Frau Roth-Radyx den „Weg der Erinnerung“ gegangen.
In der Schellingstraße war unsere erste Station. Dort haben wir uns eng zusammengestellt, wie die Juden früher in den Viehwaggons, mit denen sie transportiert wurden.
Danach wurde uns erklärt, wie die Juden vom Bahnhof zum Konzentrationslager laufen mussten. Frau Roth – Radyx erzählte uns von ihrer Oma, wie sie Decken über die kaum bekleideten Juden warf und deswegen von den Wärtern geschlagen wurde.
Danach sind wir zum Samariterstift gegangen, Dort wurde uns erklärt, wie die KZ – Häftlinge leben mussten und wie sie sich ernährt haben bzw. nicht ernährt haben. Dort konnten wir uns auch ein Modell des KZ anschauen.
Anschließend haben wir uns auf den Weg zum „Alten Engelbergtunnel“ (KZ – Gedenkstätte) gemacht. Auf dem Weg sahen wir das Gartentor vom Aufseherhaus des KZs, der nicht auf dem KZ – Gelände leben wollte.
Wir konnten in den Tunnel rein, uns umschauen und nachempfinden unter welchen Bedingungen die Arbeiter gearbeitet haben. Der Tunnel ist nur begrenzt begehbar, da er zum Teil zu gesprengt wurde und mit einer Mauer getrennt wurde.
Wir haben außerhalb des Tunnels Rosen bekommen, die wir als Andenken an die Namenswand hingen.
Unsere letzte Station war der Friedhof in der Seestraße. Dort gibt es ein großes Grab für alle KZ – Häftlinge, die in Leonberg umkamen.
Es war ein ergreifender und erschütternder Weg, den wir gegangen sind.

Gedanken zum Weg der Erinnerung:
Ich fand den gestrigen Tag sehr interessant, wie krass schlimm die Häftlinge behandelt wurden und wie die Menschen bedroht wurden, die helfen wollten. Man konnte sich das kaum vorstellen.

Es ist unglaublich, wie schlecht die Menschen im Arbeitslager oder im KZ behandelt wurden. Dazu finde ich es erstaunlich, wie viele Menschen der Überzeugung waren, dass im Engelbergtunnel „normale“ Menschen arbeiteten und dies kein KZ war.
Dass Menschen so etwas überleben können und zu diesem Schreckensort zurückkehren können, finde ich sehr extrem.
In allem fand ich den Tag sehr informativ und interessant. Ich bin froh, dass uns sowas in der Schule erzählt wird, damit wir wissen, was passiert ist und aus den Fehlern der Vergangenheit lernen können.

Der Lerngang war sehr interessant. Besonders spannend fand ich das, was wir im Tunnel über den Alltag der Häftlinge erfahren haben. Als Frau Roth – Radyx uns erzählt hat unter welchen Umständen die Häftlinge „gelebt“ haben, war ich schockiert. Besonders schockierend fand ich, dass sie in dieser kalten Jahreszeit so leicht bekleidet waren und keine richtigen Schuhe hatten.

- Erschreckend wie Leute behandelt wurden: geschlagen, gefoltert, kaum was zu essen hatten, arbeiten mussten bis sie gestorben sind
- Krass was Menschen ausgehalten haben bis sie gestorben sind
- Erschreckend, dass das mal passiert ist in Leonberg, nicht weit weg sondern hier.
- nur ein Hemd hatten, bis sie gestorben sind.
- sie so unmenschlich behandelt wurden.
- Krass was für Geschichten, die durchlebt haben und gut, dass noch daran erinnert wird.

(zurück)